Turn-Marathon in der Ebnethalle

  13.05.2026    Hauptverein
Spannende Entscheidungen beim STB-Ligafinale.

Von 09:00 Uhr morgens bis spät in den Abend herrschte in der Wangener Ebnethalle Hochbetrieb. Am vergangenen Samstag fielen beim großen Finale der STB-Ligen die letzten Entscheidungen über Auf- und Abstiege. Rund 40 Mannschaften aus fünf Ligen – von der Kreis- bis zur Oberliga – lieferten sich in drei Durchgängen einen packenden Wettkampf-Marathon, 
der erst gegen 21:30 Uhr sein Ende fand.

Im ersten Durchgang des Tages trafen die besten Kreisligisten auf die schwächsten Teams der Bezirksliga-Vorrunde. Das Ziel: Einer der fünf begehrten Plätze für die Bezirksliga-Saison 2027. Während der TV Beffendorf den Tagessieg einfuhr, gelang der TG Weinsberg als einziger Mannschaft der Sprung aus der Kreis- in die Bezirksliga. Die weiteren Plätze für die kommende Saison sicherten sich der TSV Waldenbuch, der TB Neckarhausen und die TSG Backnang II.

Spannend blieb es im zweiten Durchgang: Acht Teams kämpften um drei Landesliga-Plätze. Während die Tabellensiebten der Landesliga direkt abstiegen, behaupteten sich die WKG Ingersheim-Sersheim und die Spvgg Mössingen auf den Plätzen 1 und 2 und hielten die Landesliga. Den letzten freien Platz und damit den Aufstieg aus der Bezirksliga sicherte sich der SV Böblingen.

Parallel dazu wurde das Landesliga-Finale ausgetragen, bei dem auch die regionalen Teams im Fokus standen. In der regulären Saison der Landesliga-Staffel II hatten 2026 der KTV Oberschwaben I, die TG Biberach I und der TSV Altshausen den Turngau Oberschwaben vertreten. Der KTV Oberschwaben reiste dabei als starker Sieger der Staffel II zum Finale nach Wangen. Dort musste sich das Team gegen den Staffel-Zweiten, die WKG Villingendorf-Rottweil I, sowie die beiden besten Mannschaften der Staffel I beweisen. Im direkten Vergleich der Top-Teams unterstrich schließlich der MTV Stuttgart I seine Ausnahmestellung: Mit einem beeindruckenden Vorsprung von 38 Punkten sicherten sich die Stuttgarter den Meistertitel. Da es nur einen einzigen Aufstiegsplatz für die Verbandsliga gibt, zieht auch nur der MTV eine Liga höher. Vizemeister wurde die WKG Leinfelden-Stetten. Der KTV Oberschwaben zeigte eine gute Leistung und sicherte sich einen starken dritten Platz auf dem Treppchen, noch vor Villingendorf-Rottweil.

Ab 18:00 Uhr stieg das Niveau in der Ebnethalle nochmals deutlich an, als die Verbands- und Oberliga zu ihrer Rückrunde antraten. Für die Gastgeber der TG Wangen-Eisenharz II war die Ausgangslage in der Verbandsliga allerdings schwierig: Aufgrund struktureller Änderungen – bedingt durch den Rückzug der TSG Backnang I aus der 3. Bundesliga – gab es in diesem Jahr einen verschärften Abstieg. 

Obwohl der Abstieg in die Landesliga damit feststand, ließen sich die Turner aus Wangen-Eisenharz die Laune nicht verderben. Vor heimischem Publikum genossen sie die hervorragende Atmosphäre und verabschiedeten sich erhobenen Hauptes aus der Liga. Den Titel in der Verbandsliga sicherte sich der TSV Lustnau, der von einer starken Vorrunde profitierte, während das Turnteam Ostalb I am Finaltag die meisten Punkte sammelte. Neben der TG Wangen-Eisenharz II muss auch die WTG Heckengäu II den Gang in die Landesliga antreten.

In der Oberliga, der höchsten Klasse des STB, führte kein Weg an der TG Schömberg I vorbei. Das Team turnte sagenhafte 310 Punkte und sicherte sich souverän die Meisterschaft vor dem KTV Hohenlohe II und der KTT Heilbronn. Für den TSV Wernau und die WKG Donau Alb 1 endete der Tag hingegen mit dem Abstieg in die Verbandsliga.

Trotz der sportlichen Enttäuschung für die eigene zweite Mannschaft zog die TG Wangen-Eisenharz ein positives Fazit als Veranstalter. Der reibungslose Ablauf und die professionelle Organisation ernteten viel Lob seitens der Teilnehmer und Funktionäre. Wie gut eingespielt das Team hinter den Kulissen war, zeigte sich nach der Siegerehrung: In der Rekordzeit von nur 70 Minuten bauten Turner, Kampfrichter, Helfer und Zuschauer die gesamte Wettkampfarena in der Ebnethalle wieder ab.